Konstitutionelle Behandlung

In einer konstitutionellen Behandlung führe ich als erstes ein ausführliches Anamnesegespräch mit dem Patienten durch.

Den größten Wert lege ich auf das, was mir der Patient von sich erzählt. Welche Symptome er hat und vor allem, wie er sie selbst empfindet. Ich höre genau zu und dokumentiere was der Patient sagt, ohne eigene Bewertungen und Analysen aufzustellen.

Husten, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen sind häufige Symptome mit denen ich alleine nichts anfangen kann. Genaue Beschreibungen, wie der Patient seinen Zustand empfindet, sind sehr wichtig. Er kann z.B. einen stechenden, brennenden, klopfenden, drückenden o. ä. Schmerz haben. Der Schmerz kann beim Liegen besser werden oder bei Bewegung leichter werden. Der Kopfschmerz kann an der Stirn, im Nacken oder über dem Auge lokalisiert sein. Der Patient leidet an einem Hitzegefühl oder ist kälteempfindlich. Er hat bestimmte Vorlieben beim Essen und Trinken, bzw. Abneigung gegen gewisse Speisen und Getränke. Er kann unter Traurigkeit, Ängsten o. ä. leiden, die sich bei dem einen durch Trost verbessern, bei dem anderen verschlechtern. Jeder Mensch hat ganz verschiedene individuelle Symptome, von denen er berichten kann, aus dem körperlichen, seelischen und geistigen Bereich. Aufgrund dieser, dem Menschen ganz eigenen, Symptome kann ich dann ein Arzneimittel herraussuchen, das genau zu diesem Zustand des Patienten passt.

Der Charakter des Arzneimittels und der Zustand des Patienten müssen sich ähnlich sein, wenn eine heilende Wirkung erzielt werden soll. Das passende Mittel wähle ich nach dem Ähnlichkeitsprinzip aus.

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